Blutdruckmessgeräte
Messen für die Zukunft
Jeder sollte seinen Blutdruck kennen. Bereits leichter Hochdruck muss behandelt und kontrolliert werden. Die zuverlässigsten Messgeräte finden Sie hier.
Am Anfang wurde für die Wissenschaft ein Pferd geopfert: Es lag festgezurrt auf dem Rücken auf dem Gottesacker hinter der Kirche von Teddington, einem Flecken bei London. Dort kam der Physiker und Pastor Stephen Hales mit einem blutigen Experiment dem Blutdruck auf die Spur. Er öffnete eine Arterie am Hinterlauf der Stute, leitete das Blut in ein langes gläsernes Steigrohr, bestimmte die Höhe der Blutsäule. Er wiederholte die Messung mehrfach – bis das Pferd ausgeblutet war. Das geschah vor fast 300 Jahren.
Klopftöne und Schwingungen
Wir haben 19 Modelle dieser Allrounder getestet, aus Aluminiumblech, Aluminiumguss und Edelstahl, mit Preisen zwischen 8 und 119 Euro. Am Ende erwiesen sich die meisten Pfannen als „gut“. Nur eine fiel durch, weil der Griff zu heiß wurde. Elementar für beschichtete Pfannen ist die Qualität der Beschichtung. Die Antihafteigenschaft basiert auf dem Kunststoff Polytetrafluorethylen (PTFE), besser bekannt unter dem Handelsnamen Teflon der Firma DuPont. Mittlerweile sind neben Teflon viele andere PTFE-basierte Beschichtungen auf dem Markt, mit zahlreichen Eigennamen
Widerstandsfähige Beschichtungen
Indirekte, unblutige Methoden zur Blutdruckmessung waren erst viel später möglich. Messkomfort ermöglichte der italienische Arzt Scipione Riva-Rocci aus dem lombardischen Varese. Er legte einen Fahrradschlauch um den Oberarm und pumpte ihn auf. Die Druckwerte wurden per Messgerät mit Quecksilbersäule und Ertasten des Pulses bestimmt. Das Militärhospital von Sankt Petersburg war Schauplatz eines weiteren entscheidenden Schritts: Der Chirurg Nikolai Sergejewitsch Korotkoff entdeckte, dass man per Hörrohr über der Armschlagader Töne hört, wenn Luft aus der Manschette abgelassen wird. Die Methode Riva-Rocci/Korotkoff funktioniert bereits seit mehr als 100 Jahren.
Das Abhören per Stethoskop ist das Sinnbild ärztlicher Tätigkeit überhaupt. „Korotkoff“ bewährt sich bei eher schwachem Pulsschlag. Heutzutage wird beim Selbstmessen meist die oszillometrische Methode angewandt: Über einen Sensor in der Manschette werden Druckänderungen in der Arterie am Handgelenk oder knapp oberhalb der Armbeuge über Schwingungen der Gefäßwand erfasst, die sich auf die Manschette übertragen. Direkt wird der mittlere arterielle Blutdruck festgestellt – und nach Erreichen der maximalen Oszillationen daraus der systolische und diastolische Blutdruck errechnet. Einige Geräte bestimmen den Blutdruck in der Aufpumpphase, nicht beim Druckablassen – das erspart das Nachpumpen.
Kennen Sie Ihren Blutdruck?
Bluthochdruck bleibt lange im Verborgenen. Jeder dritte Erwachsene in Deutschland erkrankt an erhöhtem Blutdruck. Doch nur etwa ein Drittel der Betroffenen weiß um das stille Leiden. Und dieses Wissen führt wiederum nur bei einem Drittel auch zu therapeutischen Konsequenzen. Bei den meisten Menschen hat Bluthochdruck keine erkennbare Ursache. Häufig ist er auf Lebensstil, Ernährung, selten auf Erkrankungen zurückzuführen wie Nierenschwäche, Arteriosklerose, Hormonstörungen. Beim „Metabolischen Syndrom“ ist Bluthochdruck Teil des Krankheitsbildes zusammen mit einem vermehrten Bauchumfang, mit erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten.
Drei Säulen der Therapie
Die Grenzwerte für behandlungsbedürftigen Blutdruck sind in den letzten Jahren immer weiter abgesenkt worden. Schon gegen einen leichten Bluthochdruck etwas zu unternehmen, kann lebensverlängernd wirken. Die Risiken von möglichen Folgekomplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sinken. Bei Vorerkrankungen wie Nierenschwäche oder für Diabetiker gelten beim Blutdruck besonders strenge Therapieziele. Die ärztlichen Empfehlungen sind im wahrsten Sinne des Wortes zu beherzigen: Die Deutsche Hochdruckliga warnt davor, dass ein zu hoher Blutdruck „mitten ins Herz“ trifft, wenn die Krankheit unbehandelt bleibt. Wenn der Arzt einen dauerhaft erhöhten Blutdruck feststellt, so bedeutet das: * den Blutdruck zu kontrollieren, * Lebensgewohnheiten zu ändern und * Medikamente einzunehmen. Den Bluthochdruck selbst zu messen, wird zur Therapiekontrolle und -anpassung empfohlen. Es stärkt auch das Problembewusstsein des Patienten.
Eine Messung genügt nicht
Beide Messverfahren – Abhören der Klopftöne und Oszillometrie – haben ihre Stärken, Schwächen und Grenzen. Grundsätzlich darf man auch nicht davon ausgehen, dass eine Einzelmessung einen für unseren Blutdruck repräsentativen Wert liefert. Es gibt eine biologisch und psychisch bedingte Streubreite der Ergebnisse. Technisch bedingte Ungenauigkeiten der Messung wirkten sich in unserem Test so aus, dass gute Geräte bei knapp 80 Prozent der Patienten innerhalb der tolerierten Abweichungen korrekte Ergebnisse hatten. Messschwache Geräte erreichten nur bei weniger als der Hälfte der Patienten akzeptable Werte. Um das für den einzelnen Patienten geeignete Gerät zu finden, sind deshalb vor dem Kauf Vergleichsmessungen beim Apotheker, Arzt oder in Fachgeschäften zu empfehlen. Wer „ruhig Blut“ behält, misst genauer: Messen Sie am besten stets unter den gleichen Bedingungen zur gleichen Zeit am Morgen und Abend und in Ruhe. Die Firma Hartmann hat übrigens ein Blutdruckmessgerät entwickelt, das die Korotkoff- und die oszillometrische Methode vereint. Weil das Gerät mit aktualisierter Software zum Zeitpunkt des Einkaufs für uns im Handel nicht verfügbar war, ist es nicht im Test vertreten, wir werden das Gerät aber baldmöglichst prüfen.
Handgelenk oder Oberarm?
Pro Jahr werden weit mehr als eine Million Blutdruckmessgeräte gekauft. Handgelenkgeräte dominieren seit Jahren den größten Teil des Marktes. Das liegt an ihrer bequemen Handhabung. Sie sind aber nicht für jeden Bluthochdruckpatienten geeignet, so zum Beispiel häufiger nicht für Diabetiker. Bei einem Handgelenkgerät muss dar auf geachtet werden, dass es in Herzhöhe gehalten wird. Ein Vorteil der Handgelenkgeräte ist ihre kompakte Bauweise. Das ermöglicht rasches An- und Ablegen, ist günstig für den Gebrauch im Alltag, auch zwischendurch, im Büro oder auf Reisen. Allerdings ist auch hier auf das Einhalten von Ruhephasen vor der Messung zu achten. Schnelligkeit beim Handhaben und Hast gehen zulasten der Messergebnisse. Die Ergebnisse zur Messgenauigkeit zeigten keine grundsätzlichen Unterschiede zwischen Handgelenk- und Oberarmgeräten. Die Vorteile von Oberarmgeräten liegen vor allem in der besseren Les- und Bedienbarkeit von Display und Tastenfeld. Hier steht mehr Platz für Tasten und Ziffern zur Verfügung. Das honorierten auch unsere Tester. Am Oberarm ist zudem die für die Messgenauigkeit wichtige Position der Manschette auf Herzhöhe von vornherein korrekt.