Heizkörperthermostate


Komfortabel beim Fensterlüften

Beim Lüften sollten herkömmliche Thermostate zugedreht werden, da sonst durch die Kälte das Ventil ganz öffnet und für die Straße geheizt wird. Programmierbare Thermostate schließen das Ventil automatisch, sobald sie ein starkes Temperatur gefälle registrieren. Bei ELV und Conrad wird ein separater Sensor am Fenster fixiert. Das sieht zwar nicht unbedingt schön aus, dafür wird der Heizkörper bereits nach 30 Sekunden zugedreht, die anderen brauchen etwa anderthalb Minuten. Wird das Fenster wieder geschlossen, beginnt auch das Heizen auf die eingestellte Temperatur wieder.

10 Prozent weniger Heizkosten

Wir haben das Sparpotenzial für eine Beispielwohnung mit älteren Doppelglasfenstern und einer mittleren Wärmespeicherkapazität der Wände berechnet: In einer Heizperiode lassen sich mit einer täglichen Temperaturabsenkung zwischen 9 und 18 Uhr von 21 auf 17 Grad Celsius rund 10 Prozent an Heizkosten einsparen. Je nach Höhe der Heizkosten und Anzahl der Heizkörper in der Wohnung sind die Anschaffungskosten meist nach wenigen Jahren wieder drin. An vielen Heizkörpern ist das Thermostatventil nach vorn ausgerichtet. Das ist nicht optimal, weil so die Heizkörperwärme vom Temperaturfühler im Thermostat mitgemessen wird. Die Raumtemperatur ist dann oft etwas niedriger als die eingestellte Solltemperatur. Am größten ist diese Differenz mit 1,7 Grad bei den Eurotronics: Sind 20 Grad Celsius eingestellt, wird der Raum nur 18,3 Grad warm. Das Phänomen ist in der Praxis nicht so problematisch, weil ein Bewohner den Regler einfach etwas höher drehen wird, wenn ihn fröstelt. Der Nachteil ist aber, dass der Thermostat so nicht optimal auf Fremdwärme wie etwa Sonnenschein reagieren kann. An neuen Heizkörpern sind Thermostate oft zur Seite zeigend angebracht, da so der Heizkörpereinfluss geringer ist. Wir haben sie dennoch in der nach vorn gerichteten Position getestet, weil die in Wohnungen häufiger zu finden ist. Für den Raum heißt es am Ende bei beiden: wohl temperiert!

Unser Rat: ELV FHT 80B Set (95 Euro) und die Baugleichheit von Conrad (104 Euro) schneiden bei den programmierbaren Geräten am besten ab, knapp gefolgt vom Honeywell Rondostat (40 Euro). Wer keine Heizprofile programmieren möchte, ist am besten bedient mit den herkömmlichen Danfoss RAW 5110 (15,50 Euro), Heimeier Thermolux K (13,30 Euro) und Oventrop Uni XH (8,50 Euro).

Tipps:

Austausch: Ein Thermostatventil besteht aus Thermostatkopf und fest installiertem Ventilunterteil. Einfach die alten Köpfe abschrauben, neue drauf.

Adapter: Programmierbare Thermostatköpfe eignen sich für alle Heizkörper. Da es zwei gängige Anschlussarten gibt (Schnappanschluss, Schraubmutter), ist zum Teil ein Adapter nötig. Nehmen Sie ältere Thermostatköpfe beim Neukauf mit.

Wärmestau: Thermostatköpfe nicht verdecken (Vorhang, Heizungsverkleidung). Es entsteht ein Wärmestau und der Regler arbeitet nicht richtig.

Raumtemperatur: Für Wohn- und Esszimmer werden 20 Grad Celsius empfohlen, für Schlafzimmer 18, für Kinder- und Arbeitszimmer 22 Grad.

Schimmel: Übertreiben Sie das Energiesparen nicht. In nicht ausreichend geheizten Räumen droht Schimmel, vor allem im Schlafzimmer.