Mercedes CLC 220 CDI
Kurven-Diskussion
Das neue Sportcoupé CLC von Mercedes sieht nicht nur gut aus, sondern macht seinem Namen alle Ehre. Ein Sportcoupé muss Kraft und Dynamik ausstrahlen. Doch hält es dieses optische Versprechen beim Fahren nicht, bleibt die Begegnung ein eher fades Vergnügen. Fad wurde es weder beim ersten Anblick des neuen Mercedes CLC noch bei der ersten Ausfahrt. Mit dem 150 PS starken 2,2-Liter-Dieselmotor lässt sich das immerhin 1530 Kilo schwere Sportcoupé erstaunlich leichtfüßig bewegen. Wer dabei mehr Wert aufs Spritsparen legt, sollte sich für das Fünfgang-Automatikgetriebe entscheiden, das durch frühes Hochschalten zur Gelassenheit animiert (2154 € Aufpreis).
Mehr Sportlichkeit verschafft das optionale Sport-Paket (2196 €): Blitzschnell lassen sich mit den Lenkrad-Schaltwippen die passenden Fahrstufen wählen. Und die präzise abgestimmte Direktlenkung macht nach jeder Kurve Lust auf die nächste. Das serienmäßig komfortabel ausgelegte Fahrwerk zeigt auch mit Tieferlegung keine übertriebene Härte. Und bietet im Verbund mit der feinfühlig regelnden Schleuderbremse ESP ein Höchstmaß an Fahrsicherheit in Kurven. Ingesamt zwei Diesel- und vier Benzinmotoren wird Mercedes für den CLC anbieten. Interessant ist die Preisgestaltung: Im Vergleich zum 3er-Coupé von BMW ist der CLC deutlich günstiger. Es zahlt sich also aus, dass das Sportcoupé nicht von Grund auf neu konstruiert wurde, sondern noch auf der alten C-Klasse basiert.