Asus Eee-PC 900
Mini-Notebook jetzt mit Windows
Ab Mitte Juni schickt Asus den Eee-PC 900 ins Rennen: Das zweite Modell der erfolgreichen Mini-Notebook-Reihe arbeitet mit Windows XP. Das ist nicht der einzige Unterschied zum Linux-Vorgänger.
Für den Eee-PC mit Windows verlangt Asus 399 Euro – 100 Euro mehr als für die Linux-Version. Dafür hat der Eee-PC 900 mehr Bildschirmfläche: Das Display ist 8,9 Zoll groß und zeigt 1024 x 600 Pixel. Das eignet sich deutlich besser zum Surfen als die 800 x 480 Bildpunkte der Linux-Variante, die zum häufigen Scrollen zwang. Auch Windows kommt gut mit dieser Auflösung zurecht: Abgeschnittene Dialogboxen und ähnliche Handhabungsprobleme begegneten uns im Test nicht.
Windows-Hardware
Etwas mehr Festplattenplatz hat der Windows-Eee-PC auch bekommen: Neben der 4-GB-Flash-Platte mit dem Betriebssystem – einem vollwertigen Windows XP Home mit Service Pack 2 – steckt eine zweite Platte mit 8 GB im Mini-Notebook: Die vorinstallierte Software – unter anderem Microsoft Works 9, Sun Star Office, Skype und Windows-Live-Dienste – belegt rund 1,2 GB. Insgesamt waren bei unserem Testgerät rund 8 GB frei: Für Videos und Fotos auf dem Eee-PC sollte man auf eine externe Lösung setzen.
Der Eee-PC 900 wiegt ein Kilogramm – rund 80 Gramm mehr als der Linux-Vorgänger: Trotzdem hat der Akku der Windows-Variante ein geringeres Fassungsvermögen (32 Wh gegenüber 38 Wh). Im Test wirkte sich das nicht negativ aus: Ohne Last war beim Eee-PC 900 zwar 15 Minuten schneller Schluss. Beim Abspielen eines Videos hielt er allerdings eine halbe Stunde länger durch als das Linux-Modell. Die CPU-Last liegt mit rund 20 Prozent unter Windows deutlich niedriger als bei der Video-Wiedergabe unter Linux. Auch im Windows-Mini sitzt der betagte Celeron M 353 mit Dothan-Kern (900 MHz). Daher bietet er deutlich weniger Rechenleistung als die derzeit billigsten Notebooks. Zum Surfen reicht es allerdings, und auch sonst geht die Arbeit dank 1 GB RAM ausreichend flott von der Hand. Längeres Tippen macht aber auf der kleinen Tastatur wenig Spaß – viel mehr als Mail und Chatten ist mit dem Eee-PC nicht drin. Auf dem Touchpad können Sie mit Fingergesten können Sie zum Beispiel die Windows-Lupe aufrufen oder Bilder vergrößern.
Kleine Defizite
Im laufenden Betrieb lädt der Akku schneckenlangsam. Der Lüfter ist häufig im Betrieb: Messtechnisch bleibt er mit 0,5 Sone zwar unauffällig. Sein Laufgeräusch, das an eine summende Mücke im Schlafzimmer erinnert, nervt aber gewaltig.
FAZIT: Passend für Windows hat Asus beim Eee-PC Display, RAM und Plattenspeicher aufgepeppt. Für 400 Euro (oder ein wenig mehr) bekommen Sie aber auch ein deutlich leistungsfähigeres Notebook mit 15,4-Zoll-Display. Der Clou am Eee-PC 900 sind wie schon beim Vorgänger das geringe Gewicht und der taschenfreundliche Formfaktor. Und: Als Notebook für unterwegs ist er immer noch konkurrenzlos günstig.