Tragbare (Portable) DVD-Spieler
Verarbeitung: Manchmal mangelhaft
Defekte Tasten und sporadisch aussetzender DVB-T-Betrieb: 5 der 13 Geräte hatten schon im Lieferzustand mehr oder weniger große Mängel, sodass ein weiteres Testgerät besorgt werden musste. Die Qualität in dieser Produktklasse scheint nicht sehr konstant zu sein. In dieser Häufung ist das ungewöhnlich. Nur wenn mobile Nutzung und Handlichkeit das ausschlaggebende Kaufargument sind, sollte man sich die tragbaren Player näher ansehen. Als Zweitgerät für Küche oder Gästezimmer ist man mit einem billigen LCD-Fernseher nebst DVDSpieler meist besser beraten.
DATEI- UND MEDIENFORMATE
Video: Neben Video-DVDs und Audio-CDs spielen fast alle mobilen DVD-Player auch Video-CDs (VCD) und Super-Video-CDs (SVCD) ab, die man mit vielen Brennprogrammen am PC erstellen kann. Alle lesen Datenträger im Xvid/DivX-Format, das oft zum Kopieren und Komprimieren von Video-DVDs verwendet wird. SEG, Lenco und Xoro spielen auch Filmchen von Digitalkameras im Mpeg4-Format ab.
Daten-CDs/DVDs:
Selbstgebrannte Scheiben mit Musik im komprimierten MP3-Format geben alle getesteten Geräte wieder. Musikhören ist über die plärrigen Lautsprecher aber kein Genuss. Zudem werden die Dateinamen oft nur in abgekürzter Form angezeigt, was die Suche eines bestimmten Stücks erschwert. Auch CDs mit jpg-Bildern von der Digitalkamera können alle Geräte abspielen, zumeist in Form einer Diashow.
Karten:
Geräte mit Kartenleser können Bilder auch direkt von der Speicherkarte einer Digitalkamera wiedergeben. Oft ist die Qualität aber schlechter als auf dem Kameradisplay. Viele Geräte geben Fotos verzerrt wieder, weil sie das 4:3-Bildformat auf 16:9 strecken. Und die DVD-Spieler von SEG und Odys können große Dateien von 8-Megapixel-Kameras überhaupt nicht anzeigen.
USB:
Mancher Mobilplayer gibt Audio-, Bild- und Filmdateien auch über USB wieder – vom MP3-Spieler, Speicherstick oder der mobilen Festplatte.
Mini-DVDs:
Wer eine DVD-Videokamera besitzt, sollte im Geschäft ausprobieren, ob auch offene „unfinalisierte“ Scheiben gelesen werden. Falls nicht, muss die beschreibbare DVD im Camcorder geschlossen werden. Es können dann keine neuen Aufnahmen hinzugefügt werden.
UNSER RAT:
Rundum überzeugen kann keiner der mobilen DVD-Spieler. Am besten fürs Auto geeignet ist der auch sonst sehr angenehm zu handhabende Panasonic DVD-LS80 für 269 Euro. Der preiswerte Grundig DVD-P7600, 147 Euro, verfehlt beim Bild ein „Gut“ nur knapp. Wer ein Gerät mit DVB-T-Empfänger sucht oder Musik von USB-Sticks und Speicherkarten wiedergeben will, kann zum Odys SlimTV greifen (233 Euro).
MOBIL-DVD OHNE AKKUBETRIEB
Vielseitiges Gerät: Der Nextbase SDV 1102 erinnert an erwachsene Flachbildfernseher. Sein Bildschirm ist größer als bei den anderen Mobilgeräten. Fürs Auto wird eine sehr gute Kopfstützen-Befestigung mitgeliefert. Ebenso lässt sich an der Geräterückseite eine separat erhältliche Vesa-Wandhalterung anbringen. Als einzige DVD-Fernseh-Kombi hat der Nextbase neben DVB-T noch einen analogen Kabelempfänger an Bord. Zum Einlegen einer CD oder DVD wird das Display hochge klappt. Fast alle Disc- und Dateiformate lassen sich abspielen – die Vielseitigkeit des Flachmanns ist „gut“. Audiodateien oder Fotos kann er auch von Speicherkarten oder USB-Datenträgern wiedergeben. „Gutes“ Bild: Das Display des Nextbase zeigt viele Details und einen guten Kontrast. Beim Bild liegt er mit „gut (2,3)“ deutlich vor dem besten Akku-Spieler. Im 16:9-Format ist die Darstellung allerdings ganz leicht verzerrt. „Guter“ Ton: Der Ton („gut 2,5“) profitiert vom größeren Gehäuse. Die Lautsprecher liefern einen recht vollen Klang. Bei der Fehlerkorrektur ist er sogar „sehr gut (1,4)“. Nur die „befriedigende (3,4)“ Handhabung liegt unter dem Durchschnitt. Für die überzeugende Bild- und Tonqualität des Nextbase muss man mit 470 Euro fast doppelt so viel zahlen wie für die akkubetriebene Konkurrenz.