Schaumfestiger
Sie sollen das Haar festigen, ihm Volumen geben, die Frisur haltbar machen. Wellaflex kann es am besten.
Ohne Schaumfestiger im Haar würde ich nur ungern das Haus verlassen“, sagt Rosmarie H. „Ohne ihn wäre mein feines, glattes Spaghettihaar überhaupt nicht frisierbar, würde nach dem Fönen einfach wieder zusammensacken und hätte überhaupt keine Fülle.“ Halt und Volumen fürs Haar, das ist es, was die Benutzer von einem guten Schaumfestiger erwarten. Und in den meisten Fällen bekommen sie auch, was sie erhoffen, wie unser Test zeigt.
Der Sieger und der Verlierer
Von den 16 geprüften Schäumen sind immerhin 10 „gut“, Wellaflex ist sogar „sehr gut“. Der Testsieger kostet 0,95 Euro pro 100 Milliliter. Die gleiche Menge eines „guten“ Schaumfestigers ist bereits für 36 und 40 Cent zu haben (Aldi und Schlecker). Die Schäume von dm, Penny, Rewe und Lidl halten die Anforderungen ans Styling weniger gut ein und landen damit beim Urteil „befriedigend“. Der mit 1,91 Euro pro 100 Milliliter vergleichsweise teure Schaumfestiger von Dove erreichte nicht einmal das. Nach Abschluss der Untersuchungen wurde das Volumen der Haare mit „befriedigend“, die Haltbarkeit der Frisur sogar mit „ausreichend“ beurteilt, also kaum besser als ohne Anwendung eines Schaumfestigers. Dove hinterließ den enttäuschendsten Eindruck. Da konnte es auch insgesamt nur „ausreichend“ heißen.
Jeder Schaumfestiger wurde von 25 Probanden an fünf Tagen benutzt und begutachtet. Vor allem aber mussten die Produkte auch dem kritischen Blick der Testfriseure standhalten. In einem Halbseitentest prüften sie die Festiger gegeneinander: Sie scheitelten das frisch gewaschene Haar in der Mitte und trugen auf jeder Hälfte einen anderen Schaumfestiger auf. Dann wurde gefönt. Im Anschluss beurteilten sie die Festigung des Haares, das in der Werbung besonders hervorgehobene Volumen und die Haltbarkeit der Frisuren. Mit Abstand am besten gefiel ihnen das Styling-Ergebnis von Wellaflex. Die Haltbarkeit der Frisur wurde auch in ergänzenden Laborprüfungen an Naturhaarsträhnen beurteilt. Noch nach acht Stunden waren hier eindeutige Unterschiede festzustellen.
Für die Fönfrisur
Schaumfestiger haben dem flüssigen Haarfestiger längst den Rang abgelaufen. Der wird heutzutage höchstens noch für Frisuren mit Wasserwellen benutzt. Fönfrisuren lassen sich dagegen besser mit Schaumfestiger aufpeppen. Er kann seine Wirkung am besten entfalten, wenn er auf das feuchte, handtuchtrockene Haar aufgetragen wird. Im Anschluss wird an der Luft getrocknet oder gefönt – um mehr Volumen zu bekommen, am besten über Kopf – und fertig ist die Frisur. Sie soll keinesfalls bretthart, sondern vor allem natürlich, locker und leicht wirken.
Den Zustand der Haare beeinflusst die Schaumbehandlung keineswegs negativ. Die Haare waren griffig, flexibel, ließen sich leicht durchkämmen, ohne zu ziepen oder zu fliegen. Sie waren auch nicht zu schwer geworden. Kurzum: Sie gefielen den Testern durchweg mindestens „gut“. Bei der Anwendung gab es ebenfalls kaum etwas zu beanstanden. Die Festiger ließen sich unkompliziert entnehmen und auf dem Haar verteilen. Nur bei Elvital von L'Oréal und Garnier Fructis war der Schaum etwas zu steif und hüpfte fast über die Handflächen, bevor er sich auf den Kopf aufbringen ließ. Alle Schaumfestiger im Test erwiesen sich auch als gut verträglich. Vonseiten der Testerinnen gab es jedenfalls keinerlei Beschwerden über irgendwelche unangenehmen Nebenwirkungen.